Rennberichte vom Engadiner Marathon, 28.06.2003

ADRENALIN PUR, Philippe Richner

Es war kurz nach dem Mittagessen als die Ersten Inline-Skater den Shuttlebus benutzten, um ins Startgebiet "Maloja" zu fahren! Die Stimmung unter den Fahrern war zu dieser Zeit noch sehr ruhig und gelassen. Im Startgebiet sah man einmal mehr die verschiedenen Vorbereitungen, die jeder einzelne für sich bevorzugt!
Kurz vor 17.00 Uhr eröffnete der Speaker eine Welle die durch das ganze Feld floss! War für mich persönlich ein super Gefühl. Ab diesem Zeitpunkt gab es für mich nur noch eins: Die vorstehenden 42,2 km so schnell wie möglich zu bewältigen! "Koste, was es wolle"!!!
Persönlicher Rennrückblick:
Zu Beginn war das Tempo für mich zu hoch, musste mich von einer Gruppe abreissen lassen, und sofort bei der Nachfolgenden anhängen. Zu diesem Zeitpunkt musste ich mich auch Pädu Monn geschlagen geben :-)
Fand dann in dieser Gruppe meinen Rhythmus wieder und so überholten wir auch den gejagten Pädu! Bei der Abfahrt kurz nach St.Moritz Bad, erlebte ich einmal mehr, den Riesen Adrenalin-Kick, der für mich diese Sportart genau so aufregend macht. Doch beim Aufstieg Pontresina musste ich kämpfen, bewährte sich aber! Ich fuhr die Marathon Distanz in der Zeit von 1h 03min 55s. Ich war mit mir selbst mehr als nur zufrieden.
Leider erlebten wir auch weniger schöne Momente, wie der Sturz von Thomas, der bei uns allen im Team die Stimmung etwas bedrückte! "Uf jede Fau, wünsche mir dir Guäti Besserig"

Patrick Monn
Freitag:
Nun war er da, der Klassiker unter den Inlinefahrer. Der Engadiner stand vor der Türe. Dank den Eltern von Fabian, konnten wir zu fünft im Bus nach St. Moritz fahren. Doch bevor dieses Unterfangen gestartet werden konnte, durften wir uns im Füürio stärken. (Es gibt doch nichts besseres als ein Brezel vom Füürio)
Und los ging die Fahrt Richtung Engadin. Nach 4 Stunden Fahrt erreichten wir dann unsere Unterkunft.
Wir alle wollten schlafen gehen, doch Sarah wollte unbedingt noch ein guet Nachtbier mit uns trinken gehen :-)
Weil wir nicht gemein sein wollten, sind wir dann mit Sarah mitgegangen.
Samstag:
Ausgeschlafen bewegte sich der ganze Trott Richtung Bushaltestelle, ausser Phippu. Wo war dieser Kerl wieder geblieben? Hekte er wieder eine Taktik gegen mich aus? In Maloja hatten wir auch ihn gefunden, wir hatten Treffpunkt Jugendherberge Stille 14 Uhr abgemacht und Phippu wartete um 14 Uhr am Eingang Hotel Stille auf uns.
Da sieht man wieder einmal, dass wir ein internationales Land mit verschiedenen Sprachen sind :-)
Bevor man mit dem Rennen beginnen kann, muss man sich einwärmen, also machten wir uns auf dem Weg um unsere müden Knochen wieder aufzuwecken.
Taktisch klug entleerten fast alle Einlaufteilnehmer Ihre Blasen. 5 Kilo leichter ging es dann Richtung Start.
Das Rennen:
En Chlapf und alle spurteten Richtung St. Moritz. Das Anfangstempo war wieder einmal extrem hoch. Phippu und ich waren sehr weit vorne in einer Gruppe eingereiht. Das Anfangstempo wurde uns aber zum Verhängnis. Phippu unsere Gazelle musste sich abreissen lassen, obwohl sein hinterer Partner nicht damit einverstanden war (schliess endlich einmal die offene Lücke) Endlich war ich einmal vor Phippu, endlich konnte ich es ihm einmal zeigen :-)
Doch in St.Moritz wurden auch meine Beine müde und ich wollte meine Schuhe in den See werfen, doch ich kam wieder zurück. Phippu und Richi hatten mich wieder überholt und zogen alleine Richtung Ziel. Ich hatte nach der Abfahrt sehr grosses Glück, dass ich wieder auf eine starke Gruppe stossen konnte. Beim Aufstieg Pontresina bekam ich wieder Lust auf das Inlinen. Beim Aufstieg habe ich dann Richi getroffen. Leider war es nicht möglich ihn mitzuziehen, da bei ihm die Kräfte auch zu schwinden anfingen.
Leider fing es an zu regnen, doch dies war ja kein Problem, denn wenn wir im Ziel ankommen, warten meine trockenen Kleider auf mich. Die letzten 10 Kilometer wurden wieder in einer sehr hohen Kadenz gefahren, dies war optimal für eine einigermassen gute Zeit. Kurz vor dem Ziel hatten mich die Frauen noch eingeholt, ich habe probiert mitzuziehen, doch diese Frauen hatten kein Verständnis für mich.
Nach einer Ewigkeit hatte ich es geschafft, ich war am Ziel und wo waren meine trockenen Kleider? Dies haben sich vermutlich die anderen 4000 Fahrer auch gefragt. Leider war es nicht möglich ein bisschen weiter zu überlegen. Die gesamte Palette lag im Regen. Toll.
Dort im Ziel habe ich dann auch Phippu getroffen, unsere Gazelle ist mir wieder um die Ohren gefahren, da sag ich nur noch alli achtig. Wenn Phippu so weiterfährt, bekommen wir unsere Trainingstrikots bald von Salomon, oder von einer anderen Equipe.
Der Abend:
So nun nur noch duschen und essen gehen, oder wollen wir ein Bier trinken? Diese Frage wurde schnell beantwortet. Innert 15 Minuten standen bei mir drei Biere auf dem Tisch.
Dies war ein sehr schöner Abend mit viel Bier und Gesang, wenn die Sängerin weiter gespielt hätte, wären wir vermutlich noch am Samstagnachmittag auf den Tischen am singen.
Ich danke allen für diesen schönen Event.

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last update: 29.6.03