Patrick Monn
Freitag:
Nun war er da, der Klassiker unter den Inlinefahrer. Der Engadiner stand vor
der Türe. Dank den Eltern von Fabian, konnten wir zu fünft im Bus
nach St. Moritz fahren. Doch bevor dieses Unterfangen gestartet werden konnte,
durften wir uns im Füürio stärken. (Es gibt doch nichts besseres
als ein Brezel vom Füürio)
Und los ging die Fahrt Richtung Engadin. Nach 4 Stunden Fahrt erreichten wir
dann unsere Unterkunft.
Wir alle wollten schlafen gehen, doch Sarah wollte unbedingt noch ein guet Nachtbier
mit uns trinken gehen :-) Weil wir nicht gemein sein
wollten, sind wir dann mit Sarah mitgegangen.
Samstag:
Ausgeschlafen bewegte sich der ganze Trott Richtung Bushaltestelle, ausser Phippu.
Wo war dieser Kerl wieder geblieben? Hekte er wieder eine Taktik gegen mich
aus? In Maloja hatten wir auch ihn gefunden, wir hatten Treffpunkt Jugendherberge
Stille 14 Uhr abgemacht und Phippu wartete um 14 Uhr am Eingang Hotel Stille
auf uns.
Da sieht man wieder einmal, dass wir ein internationales Land mit verschiedenen
Sprachen sind :-)
Bevor man mit dem Rennen beginnen kann, muss man sich einwärmen, also machten
wir uns auf dem Weg um unsere müden Knochen wieder aufzuwecken.
Taktisch klug entleerten fast alle Einlaufteilnehmer Ihre Blasen. 5 Kilo leichter
ging es dann Richtung Start.
Das Rennen:
En Chlapf und alle spurteten Richtung St. Moritz. Das Anfangstempo war wieder
einmal extrem hoch. Phippu und ich waren sehr weit vorne in einer Gruppe eingereiht.
Das Anfangstempo wurde uns aber zum Verhängnis. Phippu unsere Gazelle musste
sich abreissen lassen, obwohl sein hinterer Partner nicht damit einverstanden
war (schliess endlich einmal die offene Lücke) Endlich war ich einmal vor
Phippu, endlich konnte ich es ihm einmal zeigen :-)
Doch in St.Moritz wurden auch meine Beine müde und ich wollte meine Schuhe
in den See werfen, doch ich kam wieder zurück. Phippu und Richi hatten
mich wieder überholt und zogen alleine Richtung Ziel. Ich hatte nach der
Abfahrt sehr grosses Glück, dass ich wieder auf eine starke Gruppe stossen
konnte. Beim Aufstieg Pontresina bekam ich wieder Lust auf das Inlinen. Beim
Aufstieg habe ich dann Richi getroffen. Leider war es nicht möglich ihn
mitzuziehen, da bei ihm die Kräfte auch zu schwinden anfingen.
Leider fing es an zu regnen, doch dies war ja kein Problem, denn wenn wir im
Ziel ankommen, warten meine trockenen Kleider auf mich. Die letzten 10 Kilometer
wurden wieder in einer sehr hohen Kadenz gefahren, dies war optimal für
eine einigermassen gute Zeit. Kurz vor dem Ziel hatten mich die Frauen noch
eingeholt, ich habe probiert mitzuziehen, doch diese Frauen hatten kein Verständnis
für mich.
Nach einer Ewigkeit hatte ich es geschafft, ich war am Ziel und wo waren meine
trockenen Kleider? Dies haben sich vermutlich die anderen 4000 Fahrer auch gefragt.
Leider war es nicht möglich ein bisschen weiter zu überlegen. Die
gesamte Palette lag im Regen. Toll.
Dort im Ziel habe ich dann auch Phippu getroffen, unsere Gazelle ist mir wieder
um die Ohren gefahren, da sag ich nur noch alli achtig. Wenn Phippu so weiterfährt,
bekommen wir unsere Trainingstrikots bald von Salomon, oder von einer anderen
Equipe.
Der Abend:
So nun nur noch duschen und essen gehen, oder wollen wir ein Bier trinken? Diese
Frage wurde schnell beantwortet. Innert 15 Minuten standen bei mir drei Biere
auf dem Tisch.
Dies war ein sehr schöner Abend mit viel Bier und Gesang, wenn die Sängerin
weiter gespielt hätte, wären wir vermutlich noch am Samstagnachmittag
auf den Tischen am singen.
Ich danke allen für diesen schönen Event.
last update: 29.6.03