24-Stunden Rennen in Goumeons-La-Ville,
6./7..9.2003
Bericht Richard Hosner
Am Samstag Morgen haben mich die Nachbarsleute gefragt ob ich
in die Campingferien fahre. Ich konnte die Frage gut verstehen, hatte ja auch
das Zelt, Campingtisch, Stuhl,
Taschen, und Getränke soeben ins Auto verladen. Und das nur fürs Wochenende.
Schonend und einfühlsam habe ich ihnen erklärt, was wir zu fünft
vorhaben. Die bemitleidenden Blicke der Nachbarsleute könnten Bücher
schreiben. Wen die wüssten, was Mooni noch ins Auto packte .......!
Wir fuhren zu zweit, mehr hätte nie Platz gehabt im Auto, Richtung Goumen-La-Ville.
Unterwegs bei einem Halt lief uns noch Hannes über den Weg. Mit zwei vollbepackten
Autos fuhren wir weiter nach Goumeons-La-Ville wo wir noch mehr vollbepackte
Autos, Thomas und Toni getroffen haben.
Nachdem wir das „Emmenskater Village“ aufgebaut
hatten, besichtigten wir gemütlich die Strecke. „Nur keine Hektik
aufkommen lassen, wir sind nur zum Plausch da.“ Ein vielversprechender
Vorsatz der Mooni zu genau nahm und es reichte ihm ganz knapp zum Start um 12.00
Uhr. Um 12.30 Uhr übernahm ich, mein erster Einsatz, und so ging es weiter
im Halbstundentakt. Mooni übergab mir, ich übergab Hannes, Hannes
übergab Toni, Toni übergab Thomas usw. Mit der Zeit habe ich jedes
noch so kleines Detail der Strecke auswendig gewusst. Die Strecke wurde, mit
seinen Steigungen, Kurven und Abfahrten, mit der Zeit anspruchsvoll.
Am Abend hatte ich eine Schrecksekunde, nur knapp konnten wir
zu dritt über zwei gestürzte Teilnehmer springen. Ab Mitternacht haben
wir uns bis am Morgen in 1Std. Takt abgelöst. Ja die Nacht.....
Die Zeit zwischen den Einsätzen haben wir versucht auszuruhen, etwas zu
Essen oder eine Massage zu geniessen. Aber da war ja noch eine Disco „ig
säge nume eis: Scheiss Techno!!!!“ Aber auch das gehört zu dieser
Wahnsinnsveranstaltung. Von 2.00 bis 3.00 Uhr hatte ich meinen Einsatz. Die
ersten paar Runden gingen ganz locker, aber die nächste Halbestunde kämpfte
ich mit dem Schlaf. Ich weiss jetzt wie es ist, wen einer schlafwandelt, zum
Glück kannte ich jedes Detail der Strecke, sonst hätte ich mich sicher
verfahren.
Am Morgen haben wir wieder umgestellt auf halbstündliches
wechseln. Das wäre alles gut und recht, wir sind ja nur zum Plausch da,
nur keine falschen Vorstellungen usw......
Da war aber noch Datasport, die haben regelmässig die Zwischenrangliste
ausgedruckt. Und da waren wir auf dem 9 Platz aufgelistet. Und schon hat es
jeden von uns gepackt.
Als wir merkten, dass die anderen Teams umstellten auf 2 Runden Ablösung,
stellten wir auch um und lösten auch nach 2 Runden ab. Wie war das noch
mit “nume kei Stress!“?
Aber der 9 Rang weckte ein Rennfieber in uns, und so zündeten wir, trotz
den müden Beinen, den Turbo und konnten den 9. Rang halten.
Am Sonntag punkt 12.00 Uhr wurde das Rennen beendet. Ich habe
schon lange nicht mehr so viele erleichterte und fröhliche Leute an einem
Ort gesehen. Nach dem Rennen wurden die Teams einzeln aufgerufen und wir fuhren
durch eine Menschenmenge hindurch die klatschte und jubelte. Es lief mir kalt
den Rücken runter und meine Augen wurden feucht dabei.
Zurück beim Zeltplatz hiess es alles wieder in die Autos
zu verstauen, man kommt einfach nicht aus dem Staunen raus was man da alles
mitgenommen hat nur für ein Rennen.
Eben nicht nur ein Rennen sondern „Das verrückteste Rennen seit es
Inline gibt!!“ Trotz der Müdigkeit ,die immer grösser wurde,
sind wir noch an die Siegerehrung gegangen. Wir staunten nicht schlecht, als
wir aufgerufen wurden, wir bekamen noch einen Preis, einen Rucksack. Etwas gutes
hat der Preis, so kann ich im nächsten Jahr noch besser das Auto füllen!
Für uns alle ging ein unvergessliches Rennwochenende in
Goumoens-La-Ville zu Ende. Es hat unheimlich Spass gemacht. Ich möchte
mich bei allen die dabei wahren und uns unterstützten recht herzlich bedanken.
Mooni, Hannes, Toni, Thomas, es het gfägt mit öich zäme im Team
das 24 Std.Renne zmache, Dir sid eifach geili Sieche!!!!
last update: 11.9.03